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Versorgung neu gedacht: Die Ergebnisse von HerzCheck und medneos Beitrag zur mobilen bildgebenden Diagnostik

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April 2, 2025

HerzCheck Külker

Im Rahmen des vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderten Projekts HerzCheck liegen nun die Auswertungsergebnisse vor. Ziel des Projekts war es, asymptomatische Herzinsuffizienz frühzeitig zu erkennen – insbesondere in Regionen, in denen weder spezialisierte Fachkräfte noch geeignete bildgebende Verfahren flächendeckend verfügbar sind.

Zwischen Juni 2021 und April 2023 wurden mehr als 4.500 Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren untersucht. Der Fokus lag auf ländlichen Regionen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, in denen eine spezialisierte Diagnostik bisher oft nur eingeschränkt zur Verfügung stand.

Diagnostik vor Ort – mit mobilen MRT-Trailern

Um auch in strukturschwächeren Regionen eine präzise Diagnostik zu ermöglichen, kamen mobile MRT-Trailer zum Einsatz, die an insgesamt zwölf Standorten – meist an lokalen Krankenhäusern – stationiert wurden. Die Untersuchungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit rund 100 Haus- und Facharztpraxen. Die Auswertung der Bilddaten übernahm ein zentrales Expertenteam auf telemedizinischem Weg. Die Befunde wurden anschließend an die behandelnden Ärzte vor Ort zurückgegeben.

Was HerzCheck über Risikopatienten verrät

Um die kardiologische Diagnostik auch in strukturschwächeren Regionen zu ermöglichen, wurden mobile MRT-Trailer eingesetzt, die an zwölf Standorten – in der Regel in unmittelbarer Nähe zu regionalen Krankenhäusern – stationiert waren. Die Untersuchungen erfolgten in enger Kooperation mit rund 100 niedergelassenen Ärzten. Die Auswertung der MRT-Daten erfolgte telemedizinisch durch ein zentrales Expertenteam, das die Befunde anschließend an die behandelnden Hausärzte zurückspielte.

Die Ergebnisse des Projekts sind bemerkenswert: Bei 22,7 Prozent der untersuchten Risikopatienten wurde eine subklinische Herzinsuffizienz festgestellt – in vielen Fällen lange bevor klinische Symptome auftraten. Die Diagnose konnte im Durchschnitt fast sieben Jahre früher gestellt werden als mit konventionellen Methoden. Besonders ausgeprägt war das Risiko bei Männern mit Vorerkrankungen wie Rauchen, Übergewicht und Diabetes mellitus.

Die Publikation der Ergebnisse ist hier zu finden.

medneo ermöglicht Diagnostik dort, wo sie gebraucht wird

medneo war im Projekt für die technische und operative Umsetzung der radiologischen Infrastruktur verantwortlich. Dazu zählten die Bereitstellung und der Betrieb der mobilen MRT-Einheiten, die Qualitätssicherung der Bilddaten sowie die Einbindung in ein digitales Gesamtkonzept mit telemedizinischer Auswertung. Ziel war es, auch unter mobilen Bedingungen eine gleichbleibend hohe Untersuchungsqualität zu gewährleisten – über die gesamte Projektdauer hinweg und an allen beteiligten Standorten.

Die strategische Projektbegleitung auf Seiten von medneo lag bei Sascha Wolf, der das Vorhaben mit viel Weitblick maßgeblich mitgestaltet hat. Die technische Umsetzung und operative Verantwortung wurden durch Matthias Drabsch sichergestellt, der gemeinsam mit seinem Team für die erfolgreiche Realisierung der mobilen Infrastruktur sorgte.

Zusammenarbeit im starken Verbund

HerzCheck wurde als gemeinsames Projekt eines interdisziplinären Konsortiums umgesetzt. Neben medneo wirkten die AOK Nordost, das Deutsche Herzzentrum der Charité, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen (HGZ), die Universitätskliniken in Göttingen, Köln und Heidelberg sowie eine auf Telemedizin spezialisierte IT-Firma unter Leitung von Herrn Rose entscheidend mit. Die wissenschaftliche Verantwortung lag bei Prof. Dr. med. Sebastian Kelle, der das Projekt auch international – zuletzt als Late Breaking Clinical Trial beim ACC-Kongress in Chicago – vorgestellt hat.

Blick nach vorn

HerzCheck hat gezeigt, dass mobile Diagnostik, digitale Auswertung und sektorenübergreifende Zusammenarbeit ein wirkungsvolles Modell für die Zukunft der Versorgung sein können – insbesondere dort, wo strukturelle Hürden bestehen. medneo ist stolz, Teil dieses zukunftsweisenden Projekts gewesen zu sein – und sieht möglichen Folgeprojekten mit großem Interesse entgegen.